THRIPSE BEKÄMPFEN: 10 EINFACHE TIPPS

Thripse bekämpfen leicht gemacht: 10 effektive Tipps

In diesem Beitrag erfährst du, wie du effektiv und nachhaltig Thripse bekämpfen kannst – mit 10 unkomplizierten Maßnahmen, die sich leicht im Alltag mit Zimmerpflanzen umsetzen lassen.

Von Quarantäne über Blaukarten und Hausmittel bis zu Neem-Öl, Nützlingen und der Behandlung der Thripse in der Erde: Du bekommst konkrete Schritte in der richtigen Reihenfolge, damit du einen Befall gezielt in den Griff bekommst.

Wie bekämpfe ich Thripse am besten?

Kombiniere mehrere Maßnahmen: Isoliere befallene Pflanzen, dusche sie mit Seifenlauge ab, sprühe im Zwei-Wochen-Rhythmus mit Neem-Öl und hänge Blaukarten auf. Bei starkem Befall helfen zusätzlich Nützlinge wie Raubmilben.

Wie bekämpfe ich Thripse in der Erde?

Thripse verpuppen sich im Substrat. Gieße mit einer verdünnten Neem-Lösung, tausche die obere Substratschicht aus und setze Nematoden (Steinernema feltiae) ein, die die Larven direkt im Boden abtöten.

Kann ich Thripse mit Hausmitteln bekämpfen?

Ja, bei leichtem Befall wirken Seifenlauge, ein Brennnessel-Knoblauch-Sud oder eine Olivenöl-Spülmittel-Mischung. Wiederhole die Anwendung mehrmals im Abstand weniger Tage.

Wie lange dauert es, Thripse loszuwerden?

Rechne mit drei bis vier Wochen konsequenter Behandlung. Weil sich Thripse im Substrat verpuppen, musst du die Maßnahmen mehrfach wiederholen, um auch nachschlüpfende Tiere zu erfassen.

Welche Nützlinge helfen gegen Thripse?

Raubmilben (Amblyseius cucumeris und californicus) sowie Florfliegenlarven fressen Thripse zuverlässig. Sie wirken allerdings nur, wenn zuvor keine chemischen Mittel eingesetzt wurden.

Du willst einfach Thripse bekämpfen und nicht lange nach den passenden Tipps suchen? Dann bist du bei uns richtig! Erfahre in 10 einfachen und praktischen Tipps, wie du einen Thrips-Befall an deinen Zimmerpflanzen wieder los wirst – inklusive der Larven, die in der Erde sitzen.

  1. Regelmäßige Kontrolle der Pflanzen vor einem Thrips-Befall
  2. Blaukarten zum frühzeitigen Erkennen eines Befalls
  3. Separieren von mit Thripse befallenen Pflanzen
  4. Eine hohe Luftfeuchtigkeit verhindert die Ausbreitung
  5. Hausmittel als erstes Mittel gegen Thripse an Zimmerpflanzen
  6. Neem-Öl als biologisches Sprüh- und Gießmittel
  7. Substrat-Dünger mit Schädlingsschutz als Multitalent
  8. Chemische Mittel als letzte Option, um Thripse zu bekämpfen
  9. Raubmilben als biologische Alternative gegen einen Befall
  10. Florfliegenlarven als anspruchslose Nützlinge gegen Thripse
10 Tipps gegen Thripse: effektive Maßnahmen gegen einen Befall

Tipp 1: Regelmäßige Kontrolle der Pflanzen vor einem Thrips-Befall

Einen Befall durch Thripse kannst du durch eine regelmäßige Kontrolle deiner Zimmerpflanzen rechtzeitig erkennen. Bei der Kontrolle solltest du dich besonders auf die Blattunterseiten konzentrieren, denn dort sitzen die Schädlinge oftmals. Silbrige Sprenkel, kleine schwarze Kotpünktchen und winzige, bewegliche Tierchen sind typische Anzeichen – wie du sie sicher von anderen Schädlingen unterscheidest, zeigen wir dir im Beitrag Thripse erkennen. Der Einsatz von Blaukarten kann dich dabei unterstützen, einen Befall rechtzeitig zu erkennen. Beflügelte Thripse werden von der leuchtend-blauen Farbe angelockt und bleiben auf der klebrigen Oberfläche haften. Außerdem befallen Thripse häufig geschwächte Zimmerpflanzen - achte also am besten darauf, möglichst alle Pflanzen gesund zu halten oder sie gegebenenfalls schon frühzeitig von deinen anderen Pflanzen zu isolieren.

Tipp 2: Blaukarten zum frühzeitigen Erkennen eines Befalls

Der Einsatz von Blaukarten ist ein einfacher, aber effektiver erster Schritt, um Thripse frühzeitig zu erkennen und ihren Befall einzudämmen. Die auffällige blaue Farbe der Karten zieht die ausgewachsenen Thripse magnetisch an. Sobald die kleinen Schädlinge auf der klebrigen Oberfläche landen, bleiben sie haften und können nicht mehr entkommen. Für eine optimale Wirkung sollten die Karten direkt in die Nähe der Pflanzen gebracht werden - idealerweise an jeden Übertopf oder direkt in die Erde gesteckt. Regelmäßiges Ersetzen der Karten stellt sicher, dass sie ihre Wirksamkeit behalten.

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Tipp 3: Separieren von mit Thripse befallenen Pflanzen

Solltest du das Pech haben und tatsächlich einen Thripsen-Befall deiner lieben Pflanzen beobachten, empfiehlt es sich, die betroffenen Pflanzen so schnell wie möglich von anderen, noch gesunden Pflanzen zu separieren. Das verhindert eine schnelle Verbreitung und du kannst die Thripse gezielt bekämpfen. Stell im Idealfall auch nicht alle betroffenen Pflanzen in eine Ecke - kaum hast du die Thripsen an einer Pflanze los, sind sie wenige Augenblicke später durch eine noch befallene Pflanze wieder da.

Tipp 4: Eine hohe Luftfeuchtigkeit verhindert die Ausbreitung

Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist nicht nur für die meisten heimischen Zimmerpflanzen gut, sondern sie beugt auch einem Befall durch Thripse vor. Die Beweglichkeit und Lebensbedingungen der kleinen Störenfriede werden so deutlich eingeschränkt. Idealerweise besitzt du dafür einen Luftbefeuchter - die sind wirklich Gold wert. Kurzfristig kannst du die Luftfeuchtigkeit auch durch das Besprühen deiner Pflanzen mit einer Sprühflasche erhöhen. Das hat außerdem den Vorteil, dass Schädlinge zum Teil bereits "abgewaschen" werden.

Tipp 5: Hausmittel als erstes Mittel gegen Thripse an Zimmerpflanzen

Die unkomplizierteste und schnellste Möglichkeit, einen Thripsen-Befall einzudämmen, ist das Abduschen mit Seifenlauge. Zunächst musst du dafür die Ballenoberfläche mit einer Plastiktüte oder Folie abdecken. So schützt du deine Pflanze vor dem Ertränken und verhinderst eine Übertragung der Plagegeister auf das Substrat. Danach kannst du die gesamte Pflanze gründlich mit einer Lauge - aus einem Liter Wasser und 50 Gramm Schmierseife - abduschen. Das solltest du in den nächsten ein bis zwei Wochen regelmäßig wiederholen. Eine weitere Alternative ist das Besprühen der befallenen Pflanze/n mit einer Mischung aus Olivenöl und Spülmittel - vier Esslöffel Olivenöl und wenige Spritzer Spülmittel auf zwei Liter lauwarmes Wasser, im Abstand von drei bis vier Tagen mehrfach angewendet.

Hausmittel gegen einen Befall durch Thripse:

  1. Abduschen der von Thripsen befallenen Pflanzen
  2. Olivenöl-Spülmittel-Mischung zum schnellen Schutz vor Thripsen
  3. Brennnessel-Knoblauch-Sud als Sprühmittel
  4. Seifenlauge als einfaches Mittel gegen Thripsen
  5. Neem-Öl als biologisches Sprüh- und Gießmittel

Tipp 6: Neem-Öl als biologisches Sprüh- und Gießmittel

Je früher du einen Befall entdeckst, desto schneller wirst du die Schädlinge auch wieder los. Oft reichen dann noch einfache Haushaltsmittel aus. Neem ist hierfür eine gute und schonende Alternative: Das Neem-Öl unterbindet die Entwicklung der Tiere und kann einem Befall somit auch in sehr frühem Stadium entgegenwirken. Am besten mischst du das Neem-Öl nach Vorgabe mit kalkfreiem Regenwasser, destilliertem oder gefiltertem Wasser und besprühst deine Pflanzen im Rhythmus von zwei Wochen. Achte dabei auch auf die Blattachseln und -verzweigungen - hier verstecken sich Thripse gerne.

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Tipp 7: Substrat-Dünger mit Schädlingsschutz als Multitalent gegen Thripse

Düngerprodukte mit integriertem Schädlingsschutz - etwa als Düngerstäbchen oder Gießmittel - wirken sowohl vorbeugend als auch bekämpfend gegen Thripse und bieten so eine praktische Ergänzung zu den vorherigen Methoden. Sie werden einfach in das Substrat gesteckt oder mit dem Gießwasser verabreicht. Das Highlight: Sie sorgen zusätzlich für eine Düngung und damit ein gesundes Wachstum deiner Pflanze. Da sie aber einige Zeit brauchen, um zu wirken, empfehlen sie sich eher als Ergänzung und Prävention - und nicht als einziges Mittel gegen die kleinen Plagegeister.

Tipp 8: Chemische Mittel als letzte Option, um Thripse zu bekämpfen

Wenn alles nichts mehr hilft und der Thripsen-Befall kein Ende nimmt oder schon sehr stark fortgeschritten ist, empfiehlt es sich, auf chemische Pflanzenschutzmittel zurückzugreifen. Die meisten dieser Mittel basieren ebenfalls auf Neem-Öl-Komponenten, versprechen durch weitere Zusätze jedoch eine höhere Wirksamkeit gegen saugende und beißende Schädlinge. Sie sind leicht in der Anwendung und werden einfach auf Blätter, Blattunterseiten sowie Blattverzweigungen und -achseln gesprüht. Achte beim Kauf eines solchen Mittels im Fachhandel darauf, dass es explizit für den Einsatz gegen Thripse zugelassen ist.

Tipp 9: Raubmilben als biologische Alternative gegen einen Befall

Nützlinge bilden eine tolle, rein biologische Alternative zu den vorher genannten Methoden zur Bekämpfung von Thripse. Der Einsatz von Nützlingen funktioniert aber nur dann, wenn keine der vorherigen chemischen Methoden angewandt wurde - andernfalls würden auch deine Nützlinge das Zeitliche segnen. Verschiedene Raubmilben-Arten (u. a. Amblyseius Cucumeris, Amblyseius Californicus und Phytoseiulus Persimilis) wirken gezielt gegen die Larven bzw. ausgewachsenen Thripse. Raubmilben bieten den Vorteil, dass sie auch gegen andere Schädlinge, wie Spinnmilben, effektiv wirken. Passende Sets für den jeweiligen Schädling gibt es im spezialisierten Nützlingshandel.

Tipp 10: Florfliegenlarven als anspruchslose Nützlinge gegen Thripse

Florfliegenlarven können ebenfalls gegen einen Befall durch Thripse eingesetzt werden. Die kleinen Helferchen bieten ein großes Beutespektrum: Sie vertilgen unter anderem Blattläuse, Thripse, Spinnmilben sowie Woll- und Schmierläuse. Im Gegensatz zu vielen anderen Nützlingen sind sie anspruchslos gegenüber Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Florfliegen sind in der Dämmerung aktiv und somit tagsüber nicht so gut wiederzufinden - mach dir also keine Sorgen, solltest du sie nicht mehr sehen.

Alle vorgestellten Nützlinge im Überblick:

  • Raubmilben (Amblyseius Cucumeris)
  • Raubmilben (Amblyseius Californicus)
  • Raubmilben (Phytoseiulus Persimilis)
  • Florfliegenlarven (Chrysoperla Carnea)

Thripse in der Erde bekämpfen: Larven im Substrat

Viele unterschätzen, dass ein großer Teil des Problems im Boden sitzt: Thripse legen ihre Eier zwar ins Blattgewebe, doch die Larven lassen sich zum Verpuppen ins Substrat fallen. Wer nur die Blätter behandelt, übersieht diese Phase – und der Befall flammt nach kurzer Zeit wieder auf. Um Thripse in der Erde zu bekämpfen, gießt du deine Pflanzen mit einer verdünnten Neem-Lösung und tauschst die obere Substratschicht aus, in der sich die meisten Puppen sammeln. Besonders wirksam sind Nematoden der Art Steinernema feltiae: Die mikroskopisch kleinen Fadenwürmer werden mit dem Gießwasser ausgebracht und töten die Thripslarven direkt im Boden ab. Eine gelbe oder blaue Klebefalle flach auf die Erde gelegt fängt zusätzlich die Tiere ab, die frisch aus dem Substrat schlüpfen. Wichtig: Wiederhole die Bodenbehandlung im Abstand von etwa einer Woche, bis über mehrere Kontrollen keine neuen Thripse mehr auftauchen. Wer das Substrat von Anfang an locker und durchlässig hält, macht es den Larven zusätzlich schwer – Tipps dazu findest du in unserer Substrat-Übersicht.


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Erfahre mehr über unsere Autorin - Lisa

Lisa G., Autorin bei potflourri

Lisa G.

Hi, ich bin Lisa, und wenn du genauso von Zimmerpflanzen begeistert bist wie ich, dann bist du hier genau richtig! Pflanzen sind für mich mehr als nur Dekoration – sie bringen Leben und Freude in jeden Raum. Ich teile mit dir Tipps, kreative Ideen und alles, was du wissen musst, um deine grünen Lieblinge zum Strahlen zu bringen. Lass uns gemeinsam entdecken, wie einfach es ist, ein Stück Natur in dein Zuhause zu holen und es wachsen zu lassen.


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