Bodenverbesserer: Perlit
Inhalt des Blog-Beitrages:
Bodenverbesserer: Perlit Was ist Perlit überhaupt? Wie wird Perlit eigentlich hergestellt? Wofür kann Perlit verwendet werden? Eigenschaften von Perlit Welche Vorteile bietet Perlit? Welche unterschiedlichen Formen von Perlit gibt es? Perlit im Vergleich zu Vermiculit und Blähton Häufige Fehler bei der Anwendung Verwendung von Perlit Perlit ins Substrat mischen: das richtige Mischverhältnis Gutes Perlit kaufen Ähnliche Blogbeiträge Erfahre mehr über unsere Autorin - LisaIn diesem Beitrag erfährst du, warum Perlit (auch Perlite geschrieben) ein vielseitiges und nützliches Substrat für deine Pflanzenpflege ist. Es verbessert die Bodenstruktur, fördert die Durchlüftung und erleichtert die Wasserregulierung, wodurch Staunässe und Wurzelfäule verhindert werden können.
Du erhältst außerdem praktische Tipps, wie du Perlit als Substratzusatz, Drainageschicht oder Anzuchtmedium für Stecklinge einsetzt, in welchem Mischverhältnis es in die Erde gehört und wie es sich von Vermiculit und Blähton unterscheidet.
Was ist Perlit und wofür wird es verwendet?
Perlit ist ein natürliches Vulkangestein, das bei hohen Temperaturen aufgeschäumt wird. Es wird häufig als Substratzusatz verwendet, um die Bodenstruktur zu verbessern, die Durchlüftung zu fördern und die Wasserregulierung zu optimieren.
Heißt es Perlit oder Perlite?
Perlit und Perlite bezeichnen dasselbe Material – ein zu Körnchen aufgeschäumtes Vulkangestein. Beide Schreibweisen sind gängig; im Gartenbau und im Substrat für Zimmerpflanzen wird der luftige Bodenverbesserer meist als Perlit verkauft.
Wie viel Perlit sollte man in die Erde mischen?
Für die meisten Zimmerpflanzen mischst du 10 bis 30 Prozent Perlit unter die Erde. Als Faustregel ergeben etwa 4 Liter Erde und 1 Liter Perlit eine lockere 20-Prozent-Mischung, die Staunässe zuverlässig vorbeugt.
Wie unterscheidet sich Perlit von Vermiculit?
Vermiculit speichert deutlich mehr Wasser als Perlit, lockert das Substrat aber weniger stark auf. Perlit ist die bessere Wahl, wenn Drainage im Vordergrund steht.
Wo kann ich staubarmes Perlit kaufen?
Ein besonders hochwertiges, zweifach gesiebtes Perlit findest du in unserem Onlineshop.
Was ist Perlit überhaupt?
Perlit – auch Perlite geschrieben – ist ein vulkanisches Gestein, das in Form von Körnchen erhältlich ist. Es ist ein ausgezeichneter Bodenverbesserer, der verwendet wird, um die Luftzirkulation, die Feuchtigkeit und die Drainage im Substrat von Zimmerpflanzen zu verbessern. Das poröse Material schafft eine besondere Leichtigkeit im Substrat, sodass überschüssiges Gießwasser schnell abfließen kann – die Gefahr von Wurzelfäule durch Staunässe wird verringert. Gerade wenn man dazu neigt, zu viel zu gießen, ist das anorganische Material unverzichtbar. Gleichzeitig erleichtert das poröse Gestein den Sauerstoffzugang, sodass junge Wurzeln perfekt versorgt werden können. Es eignet sich deshalb auch perfekt als Anzuchtmedium – ähnlich wie Sphagnum Moos.
Perlit
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Perlit entsteht auf natürliche Weise aus vulkanischem Glas, beispielsweise aus Obsidian. Dieses schwarze, glatte Gestein bildet sich, wenn Lava mit geringem Anteil an flüchtigen Stoffen schnell abkühlt. Im Laufe der Jahrtausende entstehen durch Verwitterungsprozesse hauchdünne Risse, durch die Wasser und Mineralien eindringen. Diese Ablagerungen führen zur Bildung von Quarz, Cristobalit und Feldspat, die das schwarze Glas in das poröse Lockergestein Perlit verwandeln – die Farbe ändert sich dabei zu einem Grauton. Um diesen natürlichen Prozess industriell zu beschleunigen, wird vulkanisches Glas zunächst zu Pulver zermahlen und dann in einem Ofen bei hohen Temperaturen erhitzt. Dadurch blähen sich die Risse im Glas auf, und das Material weitet sich auf das Siebenfache seiner ursprünglichen Größe aus. Nach dem Erhitzen wird das Material auf eine angenehme Größe geschliffen.
Das vulkanische Glas stammt oft aus natürlichen Abbaugebieten in vulkanologisch aktiven Regionen. Achte deshalb beim Kauf darauf, dass das Material aus einem kontrollierten, nachhaltigen Abbau bezogen wird – die paar Euro Aufpreis für ein ökologisch verantwortungsvoll gefördertes Produkt lohnen sich.
Wofür kann Perlit verwendet werden?
- Anzuchtmedium für Stecklinge
- Zutat zum Auflockern von Zimmerpflanzen-Substrat
- Als oberflächlicher Unkrautschutz
- Drainage in Übertöpfen und Beeten
Eigenschaften von Perlit
Das richtige Substrat ist der erste Schritt zum grünen Daumen – es liefert Nährstoffe und erleichtert gleichzeitig die Pflege deiner grünen Mitbewohner. Perlit sollte darin nicht fehlen: Es lockert dein Substrat merklich auf, und die hohe Luftdurchlässigkeit verhindert nicht nur Staunässe, sondern sorgt auch für ein geeignetes Mikroklima. So werden die Wurzeln deiner Pflanzen ideal mit Sauerstoff versorgt. Das anorganische Material ist bereits in kleinen Größen und trockenem Zustand erhältlich – ein Vorteil, da es so besonders lange lagerfähig ist und gut auf Vorrat gekauft werden kann. Perlit eignet sich außerdem, ähnlich wie Sphagnum Moos, zur Anzucht von Stecklingen, da hier die Sauerstoffversorgung der Wurzeln eine besonders große Rolle spielt.
Welche Vorteile bietet Perlit?
- unterstützt das Abfließen von überschüssigem Gießwasser
- kann als oberflächlicher Unkrautschutz eingesetzt werden
- bietet eine hohe Luftdurchlässigkeit und Sauerstoffversorgung junger Wurzeln
- sorgt für ein gutes Mikroklima mit hoher Luftfeuchtigkeit
- ist in trockener Form frei von Schädlingen und besonders gut lagerfähig
- besonders lange Haltbarkeit, da keine Zersetzung stattfindet
Welche unterschiedlichen Formen von Perlit gibt es?
Perlit unterscheidet sich nach der Größe der Körnung sowie zwischen gesiebtem und ungesiebtem Material. Der luftige Bodenverbesserer hat mit besonders kleiner Körnung eine höhere Wasserspeicherfähigkeit im Substrat deiner Pflanzen, verliert dabei aber etwas an auflockernder Wirkung und Sauerstoffversorgung. Ob das Material gesiebt wurde oder nicht, beeinflusst, wie viel Staub am Ende enthalten ist – wir empfehlen für den Einsatz im Substrat von Zimmerpflanzen zweifach gesiebtes Perlit, da der Staub sonst die Erde verdichten und den Wasserabfluss verschlechtern würde. Üblich sind folgende Größen:
- 0–6 mm
- 2–6 mm
Perlit im Vergleich zu Vermiculit und Blähton
Perlit wird häufig mit Vermiculit verwechselt, da beide als helle, leichte Substratzuschläge verkauft werden – ihre Eigenschaften unterscheiden sich aber deutlich:
| Substrat | Auflockerung | Wasserspeicherung | Gewicht |
|---|---|---|---|
| Perlit | hoch | gering | sehr leicht |
| Vermiculit | gering | hoch | leicht |
| Blähton | hoch | gering | leicht |
Vermiculit speichert deutlich mehr Wasser, lockert das Substrat aber kaum auf – es eignet sich deshalb gut für feuchtigkeitsliebende Pflanzen, während Perlit die bessere Wahl ist, wenn Drainage und Sauerstoffversorgung der Wurzeln im Vordergrund stehen. Blähton ähnelt Perlit in der auflockernden Wirkung, ist dabei aber etwas schwerer und robuster gegen Druck – ähnlich wie das mineralische Lavagranulat, das zusätzlich Wärme speichert.
Häufige Fehler bei der Anwendung
- Ungesiebtes Perlit verwenden: Staubiges, ungesiebtes Perlit verdichtet sich im Substrat und verschlechtert genau die Drainage, für die es eigentlich sorgen soll.
- Zu hoher Anteil im Substrat: Mehr als 20–30 % Perlit verdrängt zu viel nährstoffreiche Erde und kann bei stark zehrenden Pflanzen zu Mangelerscheinungen führen.
- Perlit mit Vermiculit verwechseln: Beide sehen ähnlich aus, wirken aber gegensätzlich – Perlit lockert auf und dräniert, Vermiculit speichert vor allem Wasser.
- Trocken einarbeiten ohne Anfeuchten: Ganz trockenes Perlit ist leicht und staubt beim Mischen stark. Ein kurzes Anfeuchten vor dem Einarbeiten reduziert die Staubbelastung deutlich.
Verwendung von Perlit
So vielfältig wie die Eigenschaften von Perlit sind auch dessen Anwendungsmöglichkeiten – egal ob bei der Pflege deiner Zimmerpflanzen oder im Garten:
- Im Substrat von Pflanzen: Das perfekte Substrat für Zimmerpflanzen sollte nährstoffreich, luftig, feuchtigkeitsspeichernd und dennoch wasserdurchlässig sein – diese Eigenschaften bringt Perlit mit. Seine perfekte Verwendung findet es als Bestandteil einer Substrat-Mischung. Wir empfehlen einen Anteil von 10–20 %, damit die Wurzeln noch an die nährstoffreiche Pflanzenerde gelangen können.
- Drainage: Die porösen Kügelchen eignen sich perfekt als Drainageschicht in Übertöpfen. Perlit hilft, überschüssiges Gießwasser aus dem Boden zu ziehen und Staunässe zu vermeiden, und verbessert zusätzlich die Wasserzirkulation im Boden.
- Oberflächlicher Unkrautschutz: Perlit verhindert Unkrautwachstum, indem es den Bereich um die Pflanzen abdeckt – Unkrautsamen finden so keinen Halt, und die Lichtversorgung wird bei ausreichender Dicke zusätzlich blockiert.
- Anzucht von Stecklingen: Perlit reduziert beim richtigen Einsatz die Gefahr von Fäule an der Schnittstelle deutlich. Es speichert eine ausreichende Menge Wasser ohne Schimmelgefahr, und die hohe Luftdurchlässigkeit sorgt für ein geeignetes Mikroklima an der frischen Wurzel.
Perlit ins Substrat mischen: das richtige Mischverhältnis
Die häufigste Frage rund um Perlit für Pflanzen ist: Wie viel gehört eigentlich in die Erde? Für die meisten Zimmerpflanzen liegst du mit einem Anteil von 10 bis 30 Prozent richtig. Bei ohnehin lockeren Premium-Erden reichen 10 bis 20 Prozent, während schwere Blumenerde aus dem Baumarkt eher 20 bis 30 Prozent verträgt, um wirklich durchlässig zu werden. Praktisch abmessen kannst du das mit einem einfachen Messbecher: rund 4 Liter Erde auf 1 Liter Perlit ergeben eine lockere 20-Prozent-Mischung. Feuchte das Perlit vor dem Untermischen kurz an, dann staubt es weniger und verteilt sich gleichmäßiger. Für Pflanzen, die es besonders mineralisch mögen, kombinierst du Perlit zusätzlich mit Lavagranulat oder Blähton. Und für die Anzucht von Stecklingen kannst du sogar nahezu pur in Perlit bewurzeln – wie das gelingt, zeigen wir dir in unseren Tipps zur Anzucht von Pflanzen.
Gutes Perlit kaufen
Perlit findet bei uns nicht nur oft den Weg in unsere Substrate, sondern wird auch zur Anzucht von Stecklingen eingesetzt. Aufgrund seiner besonders guten Luft- und Wasserdurchlässigkeit eignet sich das anorganische Material dafür besonders gut. Da das vulkanische Gestein oft aus natürlichen Abbaugebieten stammt, solltest du darauf achten, es ausschließlich aus einem nachhaltigen Abbau zu beziehen. Greif hier lieber zum etwas teureren Perlit – günstiges ist zum Teil pulvrig und wenig geeignet für das Substrat von Pflanzen. Wir haben für euch ein besonders gutes, zweifach gesiebtes, grobkörniges Perlit ins Sortiment gebracht.
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